Dienstag, 6. Oktober 2015

Letzter Term & My Holiday Adventures!

Hey guys,
die Ferien sind vorüber und der letzte Term hat heute begonnen. Nur noch acht Wochen Schule. Das macht mich glücklich und traurig zur selben Zeit, weil Schule dann endlich vorbei ist, aber die Abreise näher tritt. Es sind noch weniger als 100 Tage. Aber trotzdem fühle ich mich nicht unter Druck gesetzt.

Whitehaven Beach
Die Ferien waren ziemlich ereignisreich. Die erste Woche bin ich, wie bereits erwähnt, mit EQI Queensland, die Reisen für Austauschschüler in Queensland veranstalten, von meinem Ort bis hoch in den tropischen Norden nach Cairns gefahren. Dabei sind wir an Orten wie Rockhampton, Townsville und Airlie Beach vorbeigefahren und haben sehr viele schöne Ecken gesehen! Und Deutsche sind echt überall, ich sag’s euch hahaha
Jedenfalls habe ich viele neue liebensvolle Leute kennengelernt aus verschiedensten Kulturen und der Trip war einfach toll! Und ich habe in Cairns dann auch meine „Danger Crocodiles“ Schilder gesehen ;)  Also solche Trips kann ich einfach nur empfehlen! Es macht richtig Spaß neue Leute kennenzulernen, vor allem wenn diese Leute dann auch noch richtig nett sind! Also die East Coast Safari kann ich nur empfehlen :)!

Die zweite Woche bin ich dann mit meiner Gastfamilie nach Lady Elliot Island geflogen, eine Insel südlich des Great Barrier Reefs. Das waren ganze sechs Tage ohne Handy Empfang! Und wie ihr seht, habe ich es überlebt ;) Es ist echt unglaublich wie viel Social Media von unserem Leben besitz ergriffen hat und uns manipuliert. Das ist mir mal besonders aufgefallen, weil ich ja mal ohne auskommen musste. Wir reden darüber momentan auch im Englisch Unterricht und das ist echt unglaublich wie es uns kontrolliert! Jedenfalls hatte ich gute Tage auf Lady Elliot, welche nur aus schnorcheln, tauchen, essen und in der Sonne liegen und schlafen bestanden. Und das tauchen dort ist echt unglaublich! Ich habe Manta rochen haut nah gesehen! Und die waren sooo riesig und sind um mir herumgeschwommen, das war ein Erlebnis und ich hatte da auch echt Glück, weil nicht jeder die sieht. Und dann hab ich noch ein paar Haie gesehen, aber die waren vielleicht nur  etwas größer als einen Meter und somit ungefährlich (denke ich zumindest). Und mit Schildkröten sind wir auch geschwommen, das war toll!
Also Lady Elliot ist ein toller Ort, wenn man vom tauchen und schnorcheln begeistert ist!

Sonst ist nicht viel passiert, außer dass ich gestern auf einem Music Festival war, weil gestern „Day of Work“ war und wir daher nicht zur Schule gehen mussten. Da es aber der letzte Tag vom Festival war und nur noch Karten dafür übrig waren, war es auch ziemlich lahm und irgendwie waren da kaum Leute in meinem Alter da und das waren dann insgesamt drei Stunden Busfahrt für umsonst :( Aber das Essen da war ganz okay, nur etwas überteuert!


Ich hoffe ihr alle habt/hattet oder werdet tolle Herbstferien haben und macht das beste aus der Zeit!


Helena x

Donnerstag, 17. September 2015

Ferienanfang und Gedanken vor dem letzten Term

Hey,
fav Surfstrand
ich bin es mal wieder mit einem Post bevor die Ferien anfangen und wieder schießen mir so viele Gedanken in meinen Kopf. Ich versuche alles positiv zu sehen, aber letzter Term hört sich einfach so wenig an. Das sind nur noch genau 9 Wochen Schule, die ich vor mir habe. Auch wenn ich kein großer Fan von der Schule bin, war sie trotzdem ein großer Teil meines Aufenthaltes hier. Und desto näher ich dem Ende des nächsten Terms komme, desto näher komme ich dann auch meinem Rückflugsdatum. Es sind zwar immer noch mehr als 100 Tage, da ich am Ende noch eine Weile bleiben werde, um einfach wirklich all die Zeit hier auszunutzen, die ich ausnutzen kann, aber dennoch beschäftigt es mich. Und Fragen wie Hast du alles erreicht, was du erreichen wolltest? Hast du alles gemacht, was du machen wolltest? Wärest du glücklich jetzt schon nach Hause zu fahren? Und ich würde das mit einem großen Nein beantworten.

Auch jetzt fliegt schon Eva, meine momentan beste Freundin in Australien, zurück nach Österreich und ich werde meine Zeit mit ihr wirklich vermissen. Wir sind zusammen immer zum Training gegangen (und ohne Trainings Buddy wird es schwerer sein, mich zu motivieren), haben uns manchmal nach der Schule zum Strand und dannach zu maccas (McDonalds) gesetzt und haben einfach nur stundenlang geredet – bei mir im Ort ist maccas auch einfach ein Ort, wo sich Jugendliche einfach nur „hinchillen“ und reden, auch wenn sie nichts zu essen  bestellen – und ich werde noch so vieles mehr vermissen. Die letzten Tage haben wir auch so viel Zeit wie möglich miteinander verbracht, auch wenn dabei der Kontakt zu meinen anderen Freunden etwas verloren gegangen ist, aber das hatte sich auf jeden fall gelohnt.
#outlaw #nohelmets

Aber weg mit den schlechten Gedanken, morgen gehe ich auf die East Coast Safari! Das heißt, ich werde viele neue Orte sehen und viele neue Leute kennenlernen, da freue ich mich schon drauf. Das witzige nur ist, dass wir in der ersten Nacht ein Camp in Coolum, meinem Ort, haben werden.

Und ich muss mich echt mit den ganzen Verlinkungen und alles Entschuldigen, ich versuche zwar immer alle Fragen zu beantworten, aber mit den anderen Sachen komme ich einfach nicht hinterher, aber ich werde das definitiv noch nachholen. Momentan ist eines meiner vielen Lebensmottos: Was du heute machen kannst, kannst du auch noch morgen machen. Also ja, ich bin ziemlich faul geworden.

Greetings from ‘straya






Helena x

Montag, 7. September 2015

Ein bisschen was vom Leben im Paradies

Hey liebe Leute,

ich melde mich mal wieder vom anderen Ende der Welt, weil ich denke, dass es mal wieder an der Zeit ist.


Viel Neues passiert hier nicht mehr, weil ich die ganzen Aufregenden Sachen schon erlebt habe und jetzt einfach nur meinem Alltag vor mir hin lebe und einfach das mache, was mich glücklich macht und wonach ich mich fühle.
Mornings surfs
Ich weiß noch, als ich zu denjenigen gehört habe, die von anderen Leuten die Blogs gelesen hat und immer irgendeine spannende Geschichte erwartet hatte, und jetzt bin ich diejenige, die berichtet, aber es gibt einfach nicht so viel zu erzählen. Es ist einfach nur mein Leben, nur an einem anderen Land mit anderen Sitten. Ich kann das auch gar nicht so genau beschreiben, aber es ist einfach ganz normaler Alltag. Sagen kann ich nur, dass ein halbes Jahr für mich nicht genug gewesen wäre, weil ich ein halbes Jahr allein gebraucht habe um mir erst mal alles aufzubauen und jetzt kenne ich einfach meine Leute und lerne jeden Tag neue kennen, habe mir gute Freundschaften aufgebaut und bin einfach glücklich. Man braucht gar nicht so viel um glücklich zu sein, man muss einfach nur was mit den Leuten machen, die man gerne hat und schwupps, man ist glücklich.
Ich habe bis jetzt schon so viel Neues dazugelernt, über andere und vor allem über mich selber und das ist ja eins der Dinge, die ich unbedingt erreichen wollte. Ich weiß, dass ich nicht den stärksten Charakter habe und manchmal einfach zu schüchtern bin, um was zu sagen, aber hey, es geht Berg auf! Und mir fällt auch auf, dass es mit mir bei einigen Menschen einfach viel leichter fällt als bei anderen, aber das ist ja normal.
Was mir meine Gastmutter auch beigebracht hat ist, einfach aus jeder Situation das beste draus zu machen, weil ich mich immer über Schule beschwert habe, dass sie ja so langweilig ist und alles und dann hat sie mir die Augen geöffnet, dass man sich die Dinge einfach schön machen muss und seitdem ich aufgehört habe mich zu beschweren, ist alles viel besser. Und das nicht nur auf die Schule bezogen. Es ist nicht gut für einen Menschen sich aufzuregen und man bekommt davon eines Tages auch ganz hässliche Falten. Man muss sich nicht immer über alles beschweren, sondern einfach mal gut über Sachen reden und dann sieht die Welt schon gleich viel besser aus und man selber fühlt sich einfach wie ein besserer, neuerer Mensch. Es wird immer die Leute geben, die einen runter ziehen, aber hey, es gibt auch diejenigen die uns das gute im Leben sehen lassen.

Das Leben hier ist einfach so locker und ich fühle mich schon lange nicht mehr wie ein deutscher Tourist, der einfach nur Australien sehen will. Ich wünschte ich könnte euch durch meine Posts ein bisschen was von meinem Glück geben und euch einfach durch den Bildschirm umarmen und euch zu rufen, lebt euer Leben!
Meinen Akzent werde ich wahrscheinlich nie loswerden und das ist auch, woran Leute erkennen, dass ich nicht von hier bin, aber ich bekomme öfters zu hören, dass sich ein paar meiner Wörter australisch anhören und ich tu dann immer so, als ob das nicht stimmt, aber das macht mich von innen immer ganz glücklich :)
Mein Surfboard <3
Meine Ausdrucksart in deutsch hat auch massiv abgenommen und meine Texte sind nicht mehr so schön zu lesen, aber solange ihr alle versteht, was ich meine, ist alles okay.

Aber mir geht es wirklich sehr gut hier und das schon seit einer langen Zeit. Der Moment an dem ich aufgehört habe, mich immer über Sachen zu beschweren, hat echt mein Leben verändert. Denn seit dem Zeitpunkt bin ich einfach ein viel glücklicherer Mensch geworden. Das müsst ihr auch mal probieren! Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie glücklich ich hier in diesem Ort bin und mit meiner Gastfamilie und allem und ich will hier eines Tages einfach nicht weg. Denn ein Teil meines Herzens wird immer in Australien bleiben mit all den Leuten, dich ich kennengelernt habe und es werden mir nur die schönen Erinnerungen bleiben, die ich dann eines Tages meinen Enkelkindern erzählen kann während ich sie mit Kuchen füttere. Ach Leute, ich kann mir ein Leben in Deutschland gar nicht mehr vorstellen und ich möchte einfach nur hier bleiben, bei all den Sachen, die ich so gern hab. Ich werde bestimmt so lange flennen, wenn es zu dem Zeitpunkt kommt, an dem ich meinen Freunden in die Augen schauen muss um ihnen zu sagen, dass ich jetzt in den Flieger zurück nach Deutschland gehe und nicht weiß, wann ich sie wiedersehen werde. Das wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der traurigste Tag meines Lebens. Ich weiß, dass es ganz schön blöd ist darüber nachzudenken, aber ich hatte dieses Gespräch schon mit ein paar meiner Freunden und wir können einfach nicht glauben, dass die Zeit so schnell vergeht, vor allem jetzt, wo alles so gut läuft und wir ein Teil der Gesellschaft sind.

Wenn ich zurück auf alte Bilder gucke, kommen mir die alle schon so unglaublich alt vor, zum Beispiel die ersten Bilder, die ich in Australien gemacht habe, was in Adelaide war. Ich gucke auf diese Bilder und denke mir, damals dachte ich, ich wusste schon alles und heute denke ich ganz anders. Es verändert einen, wenn man einfach mal alleine ins „nichts“ geht und ich in so froh nicht in einer Großstadt zu wohnen, weil das glaube meine Erfahrungen verändert hätte. Oh man, ich schreibe hier grade voll philosophisch über das Leben. Ihr müsst nicht die selbe Meinung mit mir teilen, aber ich möchte euch gerne meine Perspektive zeigen! Und vielleicht öffnet euch das auch die Augen um die Welt anders zu betrachten.

Die Schule ist immer noch nicht wirklich interessant, aber es ist okay. Positives denken ist der Schlüssel! ;) Meine Noten sind jetzt eher so im Mittelbereich, aber ich mache ja auch wirklich gar nichts für die Schule und ich merke, dass ich ein bisschen verblöde, aber das ist okay. Irgendwie bekomme ich auch gar nicht mit, was in der Welt so passiert, weil in meinem Unterricht hier einfach nicht darüber gesprochen wird. Aber das ist auch okay. Denn ich bin hier um mich zu entwickeln und neue Erfahrungen zu sammeln und ich finde menschliche Erfahrungen sind auch wirklich wichtig.

Sonst passiert hier nicht sonderlich viel, nur dass bald Ferien sind und ich dann Hardcore rumreisen werde. Ich werde nämlich die East Coast Safari von Brisbane bis hoch nach Cairns machen und dann werde ich die zweite Woche mit meiner Gastfamilie nach Lady Elliot, eine Insel südlich des Great Barrier Reefs fliegen.

Helena x



P.S. Ich werde das mit dem Bilder einfügen noch nachholen! :)

Dienstag, 18. August 2015

Ein klitzekleines Lebenszeichen vom anderen Ende der Welt!

Hey Leute,
Ich muss mich echt entschuldigen, dass ich so lange nichts mehr von mir hören lassen habe. Ich wollte nur mal einen kleinen Kurzpost schreiben, da ich von meinem Handy aus schreibe, um euch mal wieder ein bisschen auf dem laufenden zu halten.
Mein Bruder ist vor 2 Wochen mit einem Freund zu mir nach Australien gekommen und hat einen seiner Freunde mitgenommen und wir teilen uns jetzt schon seit sagenhaften zwei Wochen ein Zimmer und haben uns noch nicht gegenseitig die Köpfe ausgerissen haha ;) leider verlässt er mich diese Woche schon wieder, was meinem englisch aber dann auch wieder gut tun wird, weil ich gemerkt habe, dass mein Englisch wieder schlechter geworden ist... Aber das wird schon wieder! ;)
Die letzten zwei Wochenenden sind wir auch ein bisschen rumgereist und ich werde hier auch ein paar Fotos davon einblenden. Wir waren für 4 Tage auf Fraser Island, eine Insel ganz aus Sand nördlich von der Sunshine Coast und waren Kanu fahren, haben Segways ausprobiert (!!) und haben die Gegend erkundet. Schrecklich wie viele deutsche Touristen es hier gibt, obwohl ich ja selber aus Deutschland bin :D
Letztes Wochenende waren wir dann an der Gold Coast, was südlich von mir ist und haben Die ganzen Parks ausprobiert. Wir waren in Sea World, wo die auch Teile von h2o Plötzlich Meerjungfrau gedreht haben (!) und ja, ich bin die ganze Zeit rumgelaufen um Dinge wiederzuerkennen, aber es hat nicht so ganz funktioniert, und wir waren auch noch im Dreamworld.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich schon zu alt für diese Parks bin oder ob es daran liegt, dass ich einfach schon in besseren Freizeitparks war und dadurch einfach schon zu verwöhnt gewesen bin, aber so spannend fand ich das jetzt nicht. Aber trotzdem war es ein tolles Wochende an der Gold Coast mit meiner Gastfamilie, meinem Bruder und seinem Freund :)
Was gibt's noch so spannendes in meinem Leben... Also es sind noch 3 Wochen bis zu den Ferien und dann fängt mein letzter Term an, den ich noch in Australien habe... Insgesamt habe ich "nur noch" 12 Wochen Schule übrig. Auch wenn ich nicht viel von der Schule hier halte, weiß ich, dass ich auch das vermissen werde und wenn die Schule vorbei ist, heißt das für mich auch, dass ich auch bald gehen muss... Letzte Nacht hatte ich erst geträumt, dass ich wieder zu Hause bin, in meinem Bett sitze und über mein Jahr in Australien nachdenke. Ich meine, ich weiß jetzt schon, dass ich es nur in guten Erinnerungen haben werde und ich es wirklich so sehr vermissen werde. Aber auf der anderen Seite denke ich mir auch, das kann es jetzt noch nicht gewesen sein, da muss noch etwas kommen. Ich weiß, dass es banal ist, jetzt schon darüber nachzudenken, aber die Zeit vergeht schnell, zu schnell. Sie ist bis jetzt schon so schnell vergangen und schwups bin ich wieder im Deutschland und bereue all die Dinge, die ich nicht gemacht habe.
Anfangs diesen Terms haben sich ein paar Freunde und ich aufgemacht und haben uns zu ein paar Australiern in den Pausen hingesetzt und das ist auch für ein paar Wochen gut gegangen, aber nach einer Weile haben wir dann auch gemerkt, dass die eigentlich unter sich sein wollen und haben sie dann wieder verlassen. Ich hab zwar meine Leute, mit denen ich in den Stunden Rede, aber als waschechte Freunde mit Möglichkeit auf lebenslange Freundschaft, sehe ich die jetzt nicht. Aber dafür mache ich außerhalb der Schule grade neue Aussie Freunde, mit denen wir immer was am Wochenende machen, weil die Australier ja nicht so viel rausgehen.
In der nächsten Zeit werde ich einfach alles ausnutzen und das beste draus machen. Ich bin auch ziemlich glücklich mit dem, was ich habe und lass mir Sachen einfach nicht zu nahe gehen. Ich bin nämlich eine Person, die gerne viel über Sachen nachdenkt, oft sogar zu viel und dann werde ich nur traurig, aber daran arbeite ich grade und es wird besser!:) Ich meine, ich kümmere mich zwar doch noch um Dinge, aber ich lasse sie mir einfach nicht zu nahe Gehen, wenn ihr versteht, was ich meine.

So das war's jetzt auch erstmal wieder von mir, ich hatte nämlich schon langsam wieder ein schlechtes Gewissen, dass ich so lange nicht mehr geschrieben habe!

Lots of Love,
Helena x






Samstag, 6. Juni 2015

Gemischte Gefühle...

Hey liebe Leute,
Ende diesen Monats ist mein Geburtstag! Aber wieso erzähle ich euch das eigentlich? Ich meine jeder hat Geburtstag und das ist einfach nur ein Tag, an dem man ein Jahr älter wird (um genau zu sein nur einen Tag älter:D)
Aber dieser Geburtstag wird anders, denn er wird einer der traurigsten Tage meines Aufenthaltes hier.
Ein Grund dafür ist, dass ich mit meiner Schule, an dem Tag, mich auf dem Weg zu den australischen Alpen mache und die australischen Skipisten ausprobiere und deshalb 22 Stunden im Bus verbringen darf.
Aber ein weiterer, noch viel bedeutsamer Grund für mich ist, dass mich meine zwei besten Freunde hier in Australien verlassen werden, denn für sie ist leider ihr sechs Monate Aufenthalt in Australien um. Eigentlich fliegen sie nicht an meinem Geburtstag, aber an ihrem Abflugsdatum werde ich dann immer noch auf den australischen Alpen auf der verzweifelten Suche nach Germknödel sein (Ja, ich liebe Germknödel und für mich gehört es beim Skiurlaub einfach dazu, das zu essen).
Was ich bis jetzt in meinem Aufenthalt vor allen dingen gemerkt habe, ist, wie wichtig Freundschaft doch ist. Man kann sich immer auf seine Freunde verlassen und man weiß, dass man nicht alleine auf dieser Welt ist und jemand sich um einen kümmert.
Ich kam zwar mit völlig anderen Vorstellungen nach Australien, dass ich hier sofort die Top-Aussie Freunde finde, was dann ja nicht ganz so geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber dafür habe ich zwei wundervolle Freundschaften dazugewonnen und wir werden uns definitiv auch in Deutschland besuchen kommen, auch wenn wir quer durchs ganze Land verteilt wohnen. (Hannover, Köln und Stuttgart).

Unterricht mit Freunden macht auch viel mehr Spaß mit Leuten, die man nicht so gut kennt. Für mich ist normal zur Schule zu gehen ja auch eine neue Sache, da ich die letzten sechs Jahre auf meinem Internat verbracht habe und dort Freundschaften ziemlich schnell entstehen und man ziemlich viel über einander weiß. 

Weit weg von zu Hause zu sein beutetet nicht, dass man sich zu Hundertprozent verändert, man ist trotzdem noch der Mensch, der man ist und findet die gleichen Sachen toll wie die gleichen Sachen doof, man lernt einfach nur Dinge zu akzeptieren wie sie sind. Ich zum Beispiel bin ein großer Fan von Sauberkeit und wenn mein Zimmer unordentlich ist, dann kann ich in meinem Zimmer nicht mehr arbeiten und fühle mich unwohl.
Von zu Hause bin ich beispielsweise gewohnt, dass alles pikobello sauber ist, weil meine Mutter einen kleinen Putzfimmel hat und das finde ich echt super, ich habe das irgendwie nie so wirklich zu schätzen genommen. Und beispielsweise hier in Australien ist mein zu Hause jetzt nicht so pikobello sauber wie zu Hause. Ich hatte zwischendurch mal ein Problem damit, weil ich manchmal echt ein pingeliger Mensch sein kann und ich wünschte das wäre ich nicht und habe das mir aber auch nie ansehen lassen. Und mittlerweile habe ich das einfach akzeptiert. Man lernt das Leben in neuen und anderen perspektiven kennen und das ist auch gut so.
Es wäre doch langweilig, wenn man ins Ausland geht und die Dinge dann genauso wie zu Hause sind
Und ich habe an dieser Stelle auch wieder einen Tipp an zukünftige Austauschschüler: Wenn ihr was mit gleichsprachigen unternimmt, also in meinem Fall den Deutschen, SPRECHT ENGLISCH! Ich weiß, dass das Englisch nicht so perfekt ist, aber es bringt euch wirklich mehr weiter als ständig Deutsch zu sprechen. Man wird dann nicht so verwirrt mit den ganzen Sprachen, weil man sich dann ja nur auf eine Sprache konzentriert. Und außerdem wird das dann auch nicht komisch miteinander zu reden, wenn nicht deutsch-Sprecher mit dabei sind, weil man dann ja schon gewohnt ist miteinander Englisch zu sprechen.

Meine Gastschwester und ich, älteres Bild
Was hier in Australien auch so ein Thema ist, ist Geld. Das sage ich jetzt, weil es vielleicht den ein oder anderen zukünftigen Austauschschüler auch interessieren könnte. Man braucht es hier für viel zu viele Sachen, Bus fahren, Shampoo etc., Schultrips und eigenes Vergnügen (Tim Tams, anderes Essen, Shopping, etc.).  Allein für das Busfahren gebe ich glaube ich um die 20$ die Woche aus, weil ich meinen Schulbus bezahlen muss. Und an dieser Stelle bin ich auch ein bisschen sauer auf die Schule oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, denn wir als Internationals sind die Einzigen, die für den Schulbus bezahlen. Alle Australischen Schulkinder haben einen Bus Pass und können somit Gratis den Schulbus nehmen, aber da wir ja keine australische Staatsangehörigkeit haben, können wir das nicht bekommen. Und meiner Meinung nach hätte die Schule etwas organisieren sollen, da sie, meiner Meinung nach, ja auch genug Geld für uns Austauschschüler bekommt. Mittlerweile habe ich mich zwar daran gewöhnt und es akzeptiert den Schulbus zu bezahlen, aber am Anfang war ich damit ziemlich unglücklich.
Und ich finde, dass viele Sachen in Australien auch ziemlich teuer sind und dass man, wenn man nicht den ganzen Tag zu Hause verbringen will, ziemlich oft Geld ausgeben muss. Beispielsweise wenn man zum Beispiel einen Tagestrip irgendwo hin macht, dann muss man irgendwann ja auch mal essen und das kostet dann was. Zwar kann man auch was von zu Hause mitnehmen, aber ich habe bei mir zu Hause nicht so die super Lunchboxen und dann zerquetscht das alles und das Essen ist dann ungenießbar...
Aber das geht vielen Austauschschülern so. Ich weiß auch gar nicht, wo mein ganzes Geld landet und das ist ja das Schlimme. Ich gehe hier viel seltener zum Beispiel shoppen, dafür benutze ich aber viel öfter den Bus und kaufe mir irgendwo was kleines zu Essen. 

Was auch ein Tipp von mir ist, ist, dass man, wenn man ins Ausland geht, früh gehen sollte, so dass man in die 10. Klasse kommt. Zwar hat die Oberstufe viele Vorteile, weil man seine Fächer wählen kann und alles, aber wenn man auf der Suche ist, viele Aussie-mates (Freunde) zu machen, dann sollte man in die 10. gehen, weil man dort viel mehr integriert wird, da diese Austauschschüler noch nicht gewohnt sind. Und das ist das, was mich an meiner Schule auch mit so unglücklich macht. Ich glaube zwar daran, dass Australier so super nett sind, aber ich erlebe da jetzt nicht so viel von.
Aber, wie sagt man immer, man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

Zum Thema Gastfamilie kann ich nur sagen, dass ich die eigentlich super gerne habe, aber auch mich manche Sachen dann auch schonmal aufregen und ich dann einfach versuche, mir das nicht anmerken zu lassen, auch wenn das dann nur so Kleinigkeiten sind. Wie bereits gesagt, ich bin eigentlich ein sehr pingeliger Mensch und versuche an mir daran zu arbeiten, aber ich denke, dass das nie so ganz vergehen wird. 
Ich gebe da auch so ungern Beispiele, weil das ja alles im Internet steht und jeder das lesen kann, aber falls es euch interessiert, könnt ihr mich gerne mal darauf anschreiben :)

Was sich an mir eindeutig geändert hat ist, dass ich in Deutschland eigentlich immer hochmotiviert Sport gemacht habe und eigentlich auch echt ziemlich sportlich war und seitdem ich in Australien bin, bin ich
wirklich stinkfaul geworden und das ist voll schrecklich. Das hat dann wohl auch zu meiner Gewichtszunahme beigetragen. Denn ein Vielfraß war ich schon immer, nur dass ich immer was zum ausgleichen hatte :D

Ich habe mir jetzt übrigens ein Surfboard angeschafft, aber genaueres gibt es dazu in meinem nächsten Post ;)

See ya soon xx
Helena